Zombie-Survival Spiele sind im Moment wieder auf dem Vormarsch, sei es DayZ, ZombieU oder Sonys neues H1Z1. Nun ist auch für die iOS und iPadOS Geräte ein Endzeit Abenteuer namens Radiation Island [€ 5,99] erschienen, welches eine Mischung zwischen diversen Genres darstellt. Radiation Island verknüpft verschiedene Spielelemente, wie eine frei begehbare Welt, die es zu erkunden gilt, ein umfangreiches Werkzeug und Waffenarsenal und eine ganze Menge Abenteuer miteinander. Die Atmosphäre erinnert leicht an Titel wie Ubisofts FarCry 4, nur natürlich lange nicht so aufwändig gestaltet. Wir haben das Spiel für Euch angespielt und waren direkt davon gepackt. Warum? Das erfahrt ihr hier.
Die Story
Das Ziel von Radiation Island ist es in einer aus vier Inseln bestehenden Welt zu überleben, neue Gegenstände zu suchen oder herzustellen und schlussendlich einen Weg nach Hause zu finden. Doch wie ist man überhaupt wieder allein auf einer Insel gestrandet? Als Hintergrund dafür wird das missglückte Philadelphia Experiment genutzt, welches zwar einen glaubwürdigen aber eher flachen Story-Hintergrund liefert, aber bei einem solchen Spiel rückt die Story ohnehin eher in den Hintergrund. Anfangs bekommen wir einige kurze Szene von dem Schiff und einige Eindrücke der Insel gezeigt und dann sind wir auch schon alleine auf großen Insel und unser Abenteuer kann beginnen.
Hier sehen wir links die Welt bei Tag und rechts bei Nacht.
Gameplay
Zu Beginn wird uns noch eine kleine Einführung gezeigt, welche uns das grundsätzliche Spielsystem, sowie das Interface erklärt. Im Spiel besitzen wir ein Tagebuch, welches uns diverse Aufgaben stellt, die es zu erfüllen gilt und so einen guten Überblick gibt, wie es weitergeht. Zudem haben wir ein Crafting-Handbuch, dass zeigt welche Gegenstände wir herstellen können und welche Rohstoffe wir für die Gegenstände benötigen. Anfangs hat man absolut nichts, also müssen erst einmal Rohstoffe gesammelt werden, diese finden wir teils einfach auf dem Boden oder in Kisten in verlassenen Häusern. In diesen Kisten befinden sich aber auch oft schon fertige Gegenstände wie beispielsweise ein Bogen oder eine Spitzhacke. Mit den Werkzeugen verhält es sich hier simpel: Mit einer Spitzhacke lässt sich Stein abbauen, mit einer Axt Holz usw.
Schnell merken wir, dass uns in dieser Welt kaum Einer etwas Gutes will. Es gibt keine anderen Menschen im Spiel, lediglich einige Karnickel, Schafe und das war es auch schon fast an befreundeten Kreaturen, die uns nicht töten wollen. Der Rest (Wölfe, Tiger, Krokodile, Zombies etc.) hat es auf uns abgesehen. Also müssen wir uns verteidigen und dies geht am besten mit einer Waffe wie einem Bogen, Bumerang oder einem Speer. Diese lassen ich auch ganz einfach über das Crafting-Handbuch herstellen. Neben all diesen Sachen müssen wir auch noch auf unseren Hunger achten, welcher sich zusehends leert, also müssen wir Nahrung zu uns nehmen, seien es Ananas oder das Fleisch erjagter Tiere, vegetarisch leben empfiehlt sich in Radiation Island jedenfalls nicht. Hinzu kommt noch ein Tag- und Nachtwechsel, welcher das ganze nur eine ganze Spur realistischer wirken lässt, bei Dunkelheit umherstreifen ist allerdings nicht ratsam.
Hier sehen wir links die Sonnenstrahlen, die durch einen Baum fallen und rechts das Crafting-Handbuch.
Review
„Das gab es doch schon hundertfach im Store!“
Waren unsere Gedanken kurz nach Spielstart, doch diese These war absolut falsch. Denn nach längerem Spielen merkten wir: Radiation Island schafft seine ganz eigene Atmosphäre. Durch die Untermalung von mystischen Sounds, dem Grafikstil bei Nacht, die Umgebungsstrukturierung und noch vieles Mehr, wird dem Spiel einfach Charakter verliehen. Der Spieler fühlt sich einfach, als sei man selbst Teil des Echtzeit-Abenteuers. So kann man die ein oder andere Stunde in das Spiel investieren, was sich jedoch nicht unterwegs aufgrund des hohen Akkuverbrauchs empfiehlt. Selbst das iPad machte nicht sonderlich lange mit, bevor es wieder an die Steckdose musste.
Radiation Island ist auch Jahre nach seinem ursprünglichen Release alles andere als veraltet – im Gegenteil: Auf aktuellen iPhones und iPads läuft das Spiel heute butterweich, mit stabiler Framerate, kurzen Ladezeiten und sichtbar verbesserter Darstellung dank moderner iOS-Hardware. Egal ob auf einem aktuellen iPad, iPad mini oder iPhone Pro: Die offene Spielwelt wirkt lebendig, die Lichtstimmung atmosphärisch und die Steuerung präzise.
Mit einer Downloadgröße von rund 2 GB (je nach Version) ist Radiation Island kein kleines Häppchen für zwischendurch, sondern ein vollwertiges Adventure-Erlebnis, das Zeit, Aufmerksamkeit und Neugier verlangt. Genau das macht den Reiz aus: Erkunden, Rätsel lösen, überleben – ganz ohne Mikrotransaktionen oder künstliche Wartezeiten. Einmal gekauft, gehört das Spiel Euch.
Besonders positiv fällt auf, dass Radiation Island komplett offline spielbar ist. Damit eignet es sich hervorragend für längere Reisen, entspannte Abende auf der Couch oder Gaming-Sessions fernab von WLAN und Push-Nachrichten.
Fazit
Radiation Island ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie hochwertig und langlebig Mobile-Games sein können. Es kombiniert Survival-Elemente, Rätsel, Erkundung und Action zu einem stimmigen Gesamterlebnis, das auch 2025 noch überzeugt. Wer Zombies, geheimnisvolle Inseln und echtes Entdecker-Feeling mag, bekommt hier ein Spiel mit Tiefe und Atmosphäre – kein Fast-Food-Gaming, sondern ein echtes Abenteuer.
Klare Empfehlung für alle, die auf iPhone oder iPad mehr wollen als nur kurze Spielsessions




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